Historie

Historie der Gemeinde München II

Die Anfänge (1926-1945)

Seit 1926 gibt es eine evangelisch-reformierte Gemeinde in München, die älter ist als die lutherischen Gemeinden in der Stadt. Durch den beginnenden Zuzug von reformierten Pfälzern nach Perlach und weiteren Reformierten wuchs die Anzahl der Mitglieder bis 1940 auf 3.000 an.
Der Zweite Weltkrieg hinterließ tiefe Spuren: Nach Kriegsende waren es nur noch 50 Mitglieder.

Wiederaufbau und Wachstum (1945-1970)

Durch den Zuzug von reformierten Flüchtlingen nach München und Oberbayern stieg die Mitgliederzahl wieder auf über 1.000 an. Im Jahr 1951 kaufte die Gemeinde die Ruine in der Reisingerstraße 11 als zukünftiges Gotteshaus.
Bis 1969 zählte die Gemeinde bereits 3.000 Mitglieder, wobei 90% davon in den Randgebieten der Stadt wohnten. Durch den Bau der Entlastungsstadt Perlach waren dort bereits 800 Mitglieder angesiedelt.

Gemeindespaltung

Da weiterer Zuzug nach Neu-Perlach erwartet wurde, beschloss die Gemeindeversammlung am 14. Dezember 1969 die Aufteilung des Gebietes nach rechts und links der Isar. Die Kirche ging den Menschen nach, um ihnen nahe zu sein.

Gründung von München II (1970-1975)

Die Gründung von München II wurde damit vollzogen und am 17. Juli 1970 wurde die Gemeinde eine Körperschaft des öffentlichen Rechts.

Kirchenbau

  • 24. Oktober 1971: Eröffnung der Montagekirche in der Kurt-Eisner-Straße
  • 26. Mai 1974: Grundsteinlegung für die heutige Kirche
  • 14. Dezember 1975: Pfarrer Lothar Ulrich feierte den Festgottesdienst zur Einweihung der Kirche

Blütezeit des Gemeindelebens (1975-2000)

In den nächsten 10 Jahren entwickelte sich ein reges Gemeindeleben:

  • Der Gemeindebrief wurde laufend an alle 900 Mitglieder verschickt
  • Zahlreiche Feste wurden jährlich durchgeführt
  • Tanzkurse für Jung und Alt erhielten großen Zuspruch
  • Kinderbetreuung während der Gottesdienste war selbstverständlich
  • Konfirmandenunterricht fand auf Wochenendfreizeiten statt
  • Das Kammerorchester wurde gegründet


25-jähriges Jubiläum

Im Jahr 2000 konnte das 25-jährige Jubiläum gefeiert werden.

Pfarrer und Leitung

Pfarrer Lothar Ulrich (bis 1981)
Pfarrer Ulrich leitete die Gemeinde in ihrer Gründungsphase und prägte das frühe Gemeindeleben maßgeblich.


Pfarrer Dr. Jan Rohls (1981-1988)
Nach dem Ausscheiden von Pfarrer Ulrich übernahm Pfarrer Dr. Jan Rohls die Leitung der Gemeinde.


Pfarrer Norbert Müller (1988 – 2024)
Ab 1988 bekam die Gemeinde mit Pfarrer Norbert Müller einen neuen Seelsorger.

Weitere Entwicklung und Partnerschaft

Mehr als 1.000 Reformierte zählte die Gemeinde zu dieser Zeit. Dazu kamen noch ungarische Reformierte, die in der Gemeinde eine Heimat fanden.

Neue Aktivitäten

  • Bastelkreis
  • Kindertreff
  • Mutter-Kind-Treff
  • Seniorentreff
  • Kirchenchor


Ökumenische Zusammenarbeit

  • Zusammenarbeit mit lutherischen, katholischen und orthodoxen Kirchen in Perlach
  • Gottesdienste in Orten außerhalb von Neuperlach wurden bei lutherischen Kirchen oder bei Familien gefeiert
  • Anschaffung einer neuen Orgel


Internationale Partnerschaft

Zur Unterstützung anderer Gemeinden wurde eine Partnerschaft mit Gemeinden in der Batschka geschlossen. Als diese endet begann eine Partnerschaft mit Lastomir, Slowakei.

50-jähriges Jubiläum (2025)

Heute, im Jahr 2025, kann die Gemeinde ihr 50-jähriges Jubiläum feiern. Das Anwesen der Kirche mit Kirchenraum, Jugendsaal und 7 Wohnungen gehört nunmehr der Gemeinde München II und ist damit Eigentümer.

Ausblick auf die Zukunft

Strukturelle Herausforderungen
Da die Einnahmen immer knapper werden, werden Gemeinden zu sogenannten Regionen zusammengelegt. Die Region Oberbayern umfasst:

  • München I
  • München II
  • Marienheim


Diese Gemeinden sollen enger zusammenarbeiten.

Aktuelle Situation
Da die Synode 2022 beschlossen hat, nur 2 Pfarrstellen in Oberbayern zu finanzieren, fehlt unserer Gemeinde derzeit ein Pfarrer. Das Presbyterium bewältigt daher alle kirchlichen Aufgaben bis auf die Pfarrertätigkeiten.

Bemühungen um die Zukunft
Die Gemeinde bemüht sich sehr eindringlich, wieder einen Pfarrer zu bekommen und schöpft alle Möglichkeiten innerhalb des Kirchenverbandes Deutschland aus.

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